Kennen Sie DIE #3 Gründe, warum das Arbeitszeugnis der Digitalisierung zum Opfer fällt?

Liebe Personaler, Chefs & Arbeitnehmer. Diese Gedanken sollen jetzt keine Reinkarnation der Rekrutierung von Mitarbeitern herbeiführen. Na ja, vielleicht ein kleines bisschen. Und zwar dann, wenn Sie auch der Meinung sind, dass Arbeitszeugnisse gefühlt unter 0% Relevanz haben. Mir geht es in meinem Text aber nicht nur darum, sondern auch um den Trend 360-Grad-Feedback. Und was die Digitalisierung im Kontext #NewWork damit vor hat.

Aber der Reihe nach.

Die große Lüge Arbeitszeugnis

Eigentlich soll ja das Arbeitszeugnis Auskunft darüber geben, wie gut ich meine Arbeit verrichtet habe. Aber dass das so ist, glaube ich im Leben nicht. Nicht die Bohne.

Darf ich Sie um Handzeichen bitten. Wer von Ihnen schreibt seine Arbeitszeugnisse nicht selber? Aber bitte bleiben Sie bei der Wahrheit. Also jetzt, Hände hoch.

Sehen Sie, fast ALLE tun es. Meine gefühlte Wahrheit liegt bei 92%. Die restlichen 8% sind die, die sich nicht getraut haben die Hand zu heben.

Noch schlimmer: Die Interpretation von Arbeitszeugnissen

Jetzt schreiben die Leute ihre Arbeitszeugnisse selber, und die landen dann bei einem Personaler oder Chef auf dem Tisch. Da wird dann zwischen den Zeilen mit der Glaskugel orakelt (mich eingeschlossen), welche Nuance zwischen „sehr gut“ und „sehr gut“ die große Erleuchtung über die Qualität eines zukünftigen Mitarbeiters bringt. Also mit dem vorherigen Absatz kombiniert quasi Fehlinterpretation im Quadrat (und nein, ich lasse mich jetzt nicht dazu hinreißen, anstatt „Fehlinterpretation“ „Bullshit“ zu schreiben. Ganz sicher nicht).

Ein einleitendes Wort noch zu 360Grad-Feedback

Wenn ihre Unternehmenskultur nicht mit Ellbogen hantiert, können Sie diesen Absatz überspringen. Ansonsten:

360Grad-Feedback wird doch von vielen Faktoren beeinflusst. Besonders dann, wenn Befragte im Karrieremodus unterwegs sind und mit einer hidden Agenda über eigene Beschleunigungsfaktoren nachdenken. Oder – noch schlimmer – anderen einen Bremsklotz ans Bein binden.

Kommen wir zu den #3 Gründen für den Digitalisierungs-Tod des Arbeitszeugnisses

Kennen Sie LinkedIn? 😉

Damit ist es möglich, unabhängige Empfehlungen zu erhalten. Prosa. Und die werden dann zur jeweiligen Position im Profil angehängt und öffentlich einsehbar dargestellt. Auch dargestellt: In welchem Abhängigkeitsverhältnis bzw. in welcher Rolle das Empfehlungs-Duo zusammengearbeitet hat. Ich findes es einfach nur genial. Dieses Tool (exemplarisch für viele weitere) schafft die digitale Transparenz, die dem klassischen Arbeitszeugnis den Garaus macht. Aus 3 Gründen:

Grund #1: Empfehlungen sind ehrlich

Ja, das sehe ich schon so. Die Zeit für eine Empfehlung nimmt sich niemand, der nicht von des Anderen Qualität und der Zusammenarbeit überzeugt ist. Zumal ja daran auch die eigene Reputation als Empfehlungsgeber hängt. Außerdem eröffnet es ja für jeden Interessierten die Möglichkeit, sich nochmal persönlich zu versichern. Mit LinkedIn ist die persönliche Kontaktaufnahme kein Problem.

Grund #2: Echtes 360Grad-Feedback über Unternehmensgrenzen hinweg

Das Empfehlungs-Feedback ist ja nicht auf die eigene Unternehmung begrenzt. Sie können Lieferanten, Kunden, Wettbewerber, Verbandstätige und weitere Partner in das Feedback einbeziehen. Da entsteht ein wesentlich runderes Bild, als wenn Sie Ihr 180Grad-Feedback auf Vorgesetzte, Kollegen & Mitarbeiter beschränken.

Grund #3: Vieles mehr spricht dafür. #NewWork!

Neben den oben genannten 2 Gründen spricht noch wesentlich mehr dafür, die Bewertung der Arbeitsqualität (inkl. den Social Skills!) anders anzupacken und dafür die Möglichkeiten der Digitalisierung zu nutzen. Die ganzen Gründe würden den Rahmen hier sprengen. Aber nutzen Sie doch gerne die Kommentarfunktion, um Ihre Gründe (oder Nicht-Gründe) aufzuführen.

Persönliches Wort zur Einordnung

Ich möchte Ihnen an dieser Stelle recht geben, dass der Text sehr spitz und polarisierend formuliert ist. Das hat damit zu tun dass ich davon überzeugt bin, mit klaren Worten mehr Denkanstoß zu geben als mit Watte-Prosa. Ja, und auch da kann man unterschiedlicher Auffassung sein. Ich möchte Sie ermutigen, mir in dem Fall Ihre Überzeugung zu schreiben. Ich bin jederzeit gerne bereit im Kopf umzuparken. Auch mein Kopf ist schließlich rund, damit mein Denken die Richtung ändern kann 😉

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