Working Out Loud und Social Selling – Der Aufbau von Beziehungen im Check

Wer sich mit dem Thema Digitalisierung, Arbeit 4.0 und somit auch neuen Arbeitsmethoden beschäftigt, trifft unausweichlich auf zwei Begriffe: Social Selling und Working Out Loud. 

In der heutigen Welt dreht sich alles um Vernetzung, wobei wir hier nicht allein den Fokus auf die Technik legen sollten. Menschen entfalten ihre Kreativität am besten, wenn sie sich mit anderen Menschen austauschen und persönliche Beziehungen aufbauen können.  

Doch was ist nun Social Selling und Working Out Loud?  

Social Selling findet überwiegend außerhalb des Unternehmens statt. Man nutzt soziale Medien, um potenzielle Kunden zu identifizieren und zu kontaktieren, die eigene Bekanntheit zu steigern, bestehende Beziehungen zu stärken und sich als Branchenexperte zu etablieren. Die bekanntesten Plattformen dafür sind LinkedIn und Xing. 

Working Out Loud findet im Unternehmen statt. Es ist das Konzept einer Mentalität der Zusammenarbeit und des autodidaktischen Lernens. 

John Stepper ist der Erfinder der Working Out Loud Methode und formuliert es so: 

 „Working Out Loud ist eine einfache Methode, um relevante Arbeitsbeziehungen aufzubauen, die dabei helfen, ein Ziel zu erreichen oder neue Themen zu entdecken.“  

WOL organisiert sich in einem sogenannten Circle. Hierbei trifft sich eine Gruppe aus 4-5 Personen über 12 Wochen lang. Jeder Teilnehmer arbeitet an seinem individuellen geschäftlichen oder privaten Ziel unter Einbeziehung der anderen Gruppenmitglieder. Ein von John Stepper entwickelter Leitfaden unterstützt die Circle Teilnehmer auf dem Weg durch die 12 Wochen. Normalerweise trifft sich die Gruppe einmal pro Woche für eine Stunde, so dass diese Methode gut in Einklang mit dem Alltag gebracht werden kann. Ein WOL Circle ist eine sehr vertrauensvolle Umgebung. Ohne dass man seine Circle Teilnehmer vorher groß kennengelernt hat, vertraut man diesen Personen direkt vom ersten Circle an. Für den Aufbau des Vertrauens ist es sicherlich förderlich, wenn man sich bei WOL face2face trifft. Natürlich kann WOL aber auch in virtuellen Meetings abgehalten werden. Die Reichweite von WOL beschränkt sich in erster Linie auf das Netzwerk innerhalb eines Unternehmens. Es gibt mittlerweile aber auch schon WOL Circles die Firmen- und Branchen übergreifend stattfinden.  

WOL als auch Social Selling haben im Kern den Aufbau von Beziehungen als Ziel! 

Ganz grob kennen wir nun beide Methoden und deren Unterschiede. Beide haben teilweise ähnliche Elemente, wenn es um den Aufbau von Beziehungen und Vertrauen geht. Doch jede Methode setzt an einem anderen Startpunkt an, von dem aus sich Beziehungen entwickeln und vertiefen können. Lassen sich denn beide Methoden sinnvoll kombinieren? Wenn, dann erfordert das Zeit und eine Vertrauensbasis. Über Social Selling geknüpfte Geschäftsbeziehungen können auf lange Sicht von WOL Circles profitieren. Hierzu können auch Social Media Plattformen für virtuelle Chats genutzt werden. 

Social Selling hat allerdings gegenüber WOL den Vorteil, dass jeder Mitarbeiter ein „Vertriebsmitarbeiter“ in den sozialen Medien sein kann. Mit einem persönlichen Profil steigt neben der persönlichen Bekanntheit auch der Bekanntheitsgrad des Unternehmens. Interessenten werden dadurch aufmerksam, was sich positiv auf die Verkaufszahlen auswirken kann. 

Schlussendlich ist die Beziehung das A und O sowohl bei Social Selling als auch bei WOL. Am Beginn jeder Beziehung steht immer der erste Eindruck. Dasselbe gilt auch für WOL und Social Selling.

Lernen Sie die 3 Elemente des ersten Eindrucks beim Social Selling kennen! Lesen Sie dazu auch diesen Blogartikel. 

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